Du betrachtest gerade Diagnose „Demenz“ – und was dann?

Die Diagnose Demenz kann viele Fragen, Sorgen und Unsicherheiten auslösen – bei den betroffenen Menschen ebenso wie bei Angehörigen und nahestehenden Personen. Wichtig ist: Sie sind damit nicht allein. Eine frühzeitige Beratung kann helfen, die nächsten Schritte zu klären, Unterstützungsmöglichkeiten kennenzulernen und den Alltag gut zu gestalten.

Hilfreich ist es, sich an eine Beratungsstelle zu wenden. Dort erhalten Betroffene und Angehörige Informationen zu Entlastungsangeboten, Pflegeleistungen, Betreuung, Alltagsunterstützung und weiteren Hilfen vor Ort. Auch rechtliche Fragen sollten möglichst früh besprochen werden, zum Beispiel zu Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Betreuungsverfügung, Pflegegrad oder Schwerbehindertenausweis.

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft stellt umfangreiches Informationsmaterial zu Verfügung.
Checkliste nach der Diagnose ›

Trotz der Diagnose bleibt Lebensqualität möglich. Viele Menschen mit Demenz können weiterhin aktiv am Leben teilnehmen, Kontakte pflegen, Interessen nachgehen und sich als Teil der Gemeinschaft erleben. Entscheidend sind Verständnis, passende Unterstützung und ein Umfeld, das Teilhabe ermöglicht.

Wertschätzender Umgang und Kommunikation

Aus Unwissenheit verletzen wir im Alltag sehr oft die Würde der Erkrankten. Wir korrigieren aus Liebe und Fürsorge, wollen helfen. Für die Erkrankten fühlt sich diese „Hilfe“ nicht immer gut an. Gerade in der Anfangsphase spüren sie ihre „Fehl“-leistungen und leiden darunter.

Zurechtweisungen sind dann doppelt kränkend. Oft hilft es mehr, die Gefühle und Bedürfnisse hinter den Worten zu verstehen, Geduld und Verständnis zu haben. Es ist wichtig, die Welt der Betroffenen ernst zu nehmen und in ihre Wirklichkeit einzutauchen. Menschen mit Demenz wollen sich sicher fühlen, wollen verstehen, was man ihnen sagt. 

Sie wollen ihre Würde bewahren, sie brauchen das Gefühl der Verbundenheit, der Anerkennung und Zuwendung. Diese Bedürfnisse bleiben. Das ist gut zu wissen.

Umgang und Kommunikation bei Demenz ›

Entlastung und Selbstsorge der Angehörigen

Die Begleitung eines Angehörigen mit Demenz kann sich über eine lange Zeit hinziehen. Sie bedeutet ein langer Abschied und kostet Kraft und Energie. Die Balance zwischen Fürsorge und Selbstfürsorge zu halten, um selbst mental gesund zu bleiben, ist nicht leicht. Wir empfehlen, Hilfe und Unterstützung rechtzeitig suchen und annehmen. Denn den Angehörigen selbst muss es gut gehen, damit es auch den Demenzkranken gut gehen kann. Selbstsorge ist nicht Egoismus.

Mit Veranstaltungen, Begegnungsangeboten, Information und Aufklärung schaffen wir Räume für Austausch, Teilhabe und gemeinsames Lernen.

Aktuelle Hinweise zu Veranstaltungen und Angeboten finden Sie in unserem Kalender ›

Den Alltag erleichtern und aktiv bleiben ›