Demenz ist ein Oberbegriff für verschiedene Krankheitsursachen, bei denen Gedächtnis, Orientierung, Sprache, Denken oder Alltagsfähigkeiten nach und nach beeinträchtigt sein können. Eine Demenz verändert nicht nur das Leben der betroffenen Menschen, sondern auch das ihrer Angehörigen und ihres sozialen Umfeldes. Umso wichtiger ist ein verständnisvoller, offener und respektvoller Umgang.
Unser Blick auf Demenz geht über den medizinischen Aspekt hinaus: Wir sehen den Menschen mit seiner Lebensgeschichte, seiner Würde, seinen Fähigkeiten, seinem sozialen Umfeld und seinem Recht auf gesellschaftliche Teilhabe.
Vergesslich oder schon dement?
Jeder Mensch vergisst einmal etwas: einen Namen, einen Termin oder wo der Schlüssel liegt. Solche Situationen können im Alltag vorkommen und sind nicht automatisch ein Hinweis auf eine Demenz. Auch Stress, Schlafmangel, seelische Belastungen, Flüssigkeitsmangel, Medikamente oder andere Erkrankungen können Konzentration und Gedächtnis beeinflussen.
Aufmerksam werden sollten Sie jedoch, wenn Gedächtnisprobleme häufiger auftreten, sich verstärken oder den Alltag zunehmend erschweren. Mögliche Warnsignale können zum Beispiel sein: wiederholtes Verlegen von Gegenständen an ungewöhnlichen Orten, Schwierigkeiten bei vertrauten Tätigkeiten, Probleme beim Finden von Worten, zeitliche oder räumliche Orientierungsschwierigkeiten, vermindertes Urteilsvermögen, Schwierigkeiten, Gesprächen zu folgen, auffällige Veränderungen von Stimmung oder Verhalten sowie Rückzug aus gewohnten Aktivitäten.
Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft empfiehlt, ärztlichen Rat einzuholen, wenn mehrere dieser Warnsignale zutreffen.
Erste Ansprechperson ist in der Regel die Hausärztin oder der Hausarzt. Dort kann geklärt werden, ob weitere Untersuchungen sinnvoll sind. Eine frühe Abklärung kann helfen, behandelbare Ursachen zu erkennen, Unterstützungsmöglichkeiten zu planen und Sicherheit zu gewinnen.
